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Asrael
25.05.2004, 18:05
Unsere Stallkatze hat am 12. April 4 Junge geworfen. Bin natürlich drauf und dran sie an gute Plätze zu vermitteln (2 hab ich schon).
Meine Großmutter möchte sich aber wie immer nicht von den kleinen trennen und sie unbedingt behalten. Wär ja alles ganz gut und schön nur sie ist ja auch gegen das kastrieren der armen Tiere.
Vor 2 Jahren hat diese Katze schon einmal 3 Junge geworfen. Wir haben sie also alle 3 behalten. Der Kater ist nicht einmal ein halbes Jahr alt geworden, da er von einem Auto zusammengeführt wurde. Die beiden Katzen haben das Jahr darauf (also voriges Jahr) mit nur 8 o. 9 Monaten jeweils 4 Babies gehabt. Die Mutter der beiden auch 4. Das waren insgesamt 12 Katzenkinder. Alle hab ich Gott sei Dank eingefangen und vermittelt. Die beiden Mütter hab ich dann kastrieren lassen, nur bei der 3. hab ich es nicht geschafft.
Vor 2 Wochen wurde dann wieder eine unserer Katzen von einem Auto überfahren und 1 Tag später war die 2. auch weg.
Nun haben wir also nur mehr die eine Tigerkatze mit den 4 kleinen.
Es hat sich ja schon eindeutig herausgestellt, dass es nicht unbedingt der ideale Lebensraum für die Katzen ist. Es grenzt ja auch noch ein Jagdrevier bei uns an und da werden die Katzen auch erschossen oder vergiftet.
Bei uns kümmert sich dann auch nicht wirklich jemand um die Katzen. Gefüttert werden sie zwar von meiner Großmutter, aber die Frage ist halt wie (total übertrieben, viel Milch, verschimmelte Futterschüsseln,...). Aber dass ist in meinen Augen nicht um die Katzen kümmern.
Obwohl sich jetzt auch noch andere Verwandte gegen mich auflehen, werde ich alle 4 Babies an gute Plätze weitergeben und das Muttertier kastrieren lassen.
Würdet ihr das auch so sehen?

Astrid
25.05.2004, 18:44
Ich seh das genauso wie du, die Mutter muss kastriert werden und die Kitten vermittelt. Am besten wäre wenn auch die Mutter vermittelt wird.
Wenn du ihr die Katzen lässt werden sie sich fleissig weiter vermehren und es gibt schon genug kleine (und auch große) Katzen die dringend ein zu Hause suchen.
Wahrscheinlich gibts dann dort auch Inzucht und das fördert nur kranke Tiere.

Was ich nicht verstehe ist warum sich jemand Katzen hält und sich dann nicht um sie kümmert :cry:

Thurisaz
25.05.2004, 19:17
Sehe ich auch so.
Wenn man die Mutter nicht kastriert dann fängt das ganze bald wieder von vorne an.

Katzen habens auf dem Land meist nicht leicht.
Eine Freundin von mir wohnt auch auf einem Hof, da legen sich oft Kühe auf die Katzen, oder sie werden überfahren :-(

Asrael
25.05.2004, 19:36
Das Muttertier ist leider nicht zu vermitteln, da sie sich ja kaum blicken lässt und sehr scheu ist.Hab mich da schon mit meinem TA abgesprochen.
Ich muss sie mit einer Kastenfalle einfangen. Das sollte kein Problem darstellen.
Da sie die kleinen letzte Woche, wo ich die kleinen zum ersten Mal eingefangen habe, wieder aus der Sattelkammer geschleppt hat, hab ich sie heute mit den kleinen eingesperrt. Ich hoffe, dass sie nicht randaliert. Hab sie ungefähr eine halbe Stunde beobachtet, aber sie hat nur gefressen und sich um die kleinen gekümmert. Morgen früh lass ich sie wieder raus, damit sie sch erholen kann.
Es ist halt gerade bei alten Menschen schwer, ihnen den Tierschutzgedanken zu vermitteln und klar zu machen, dass die Tiere bei uns nur leiden werden.
Ich werde halt sagen, dass ich ihr 1 kleines lassen werde und werde dieses aber insgeheim vermitteln.
Punkto Inzucht: Das ist ja der reinste Horror in der Gegend. Der Vater der 3 ersten kleinen (wo 2 von Autos überfahren wurden und 1 verschwunden ist), ist dann auch noch letztes Jahr über seine eigenen Jungen gekommen. Einfach schrecklich.
Ein paar Häuser weiter geht es auch sehr schlimm zu. Da sind so 20 Katzen, wovon keine einzige kastriert ist. Die vermehren sich explosionsartig. Den Leuten, die dort wohnen ist es zwar lästig, aber sie unternehmen auch nichts dagegen und haben mich nur komisch angeschaut, wie ich vom kastrieren gesprochen habe.
Sollte jemand Interesse an den 2 kleinen haben, meldet euch bitte. Ich gebe sie ausnahmsweise schon mit 8 Wochen her, da meine Großmutter sie mit unmöglichen Dingen füttert. Letztes Jahr wäre ein kleines an Durchfall fast gestorben. Da hab ich den armen Kerl zum TA geschleppt und aufgepäppelt.
Ich muss diesem Leiden einfach ein Ende setzen.

Thurisaz
25.05.2004, 22:34
Schade - ich hab seit Samstag 2 Katzen, kann leider nicht noch 2 dazu nehmen ;-)

Ich hoffe du findest einen guten Platz für die Kätzchen!

Astrid
26.05.2004, 08:32
Ein paar Häuser weiter geht es auch sehr schlimm zu. Da sind so 20 Katzen, wovon keine einzige kastriert ist. Die vermehren sich explosionsartig. Den Leuten, die dort wohnen ist es zwar lästig, aber sie unternehmen auch nichts dagegen und haben mich nur komisch angeschaut, wie ich vom kastrieren gesprochen habe.

Geh doch bitte zum Tierschutz und schildere da diese Zustände.
Die werden sicher was dagegen unternehmen. Das ist unzumutbar.
Du kannst das auch anonym machen.

BigCat
26.05.2004, 11:06
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Handeln ist angesagt!!

Asrael
26.05.2004, 16:14
Da sich die Mutter der kleinen so brav in der Nacht in der Sattelkammer verhalten hat (ist wie ein Zimmer), bin ich nun am überlegen, ob ich sie nicht doch jemanden vermitteln könnte.
Sie lässt sich zwar (noch) nicht angreifen, aber ist auch stubenrein.
Hab auch schon Fotos von ihr.
Sie ist schätzungsweise 3 o. 4 Jahre alt.
Vielleicht kann sie ja jemand bei sich aufnehmen. Kastrationskosten werden von mir übernommen.

Tom
26.05.2004, 17:42
Das sind ja wirklich schlimme Zustände! Wie BigCat schon schrieb, muss da was getan werden und ich finde es gut, dass Du das jetzt angehst! :thumb:
Wie oft hört man sonst: "..da müsste man etwas unternehmen.."
Ich hoffe, das katzenforum (als "Infrastruktur") und seine Mitglieder können dabei hilfreich sein..

lg,
Tom

Astrid
26.05.2004, 17:47
Um selber etwas zu unternehmen wohn ich leider zu weit weg.
Sonst wär ich schon mit dem Tierschutz bei den 20 unkastrierten Katzen.

Asrael
26.05.2004, 19:13
Ich möcht halt einmal schauen, dass bei uns alles in Ordnung gebracht wird und dann die anderen Landwirte davon überzeugen, dass es eine sinnvolle Investition ist, Katzen zu kastrieren, da ja auch Krankheiten usw. übertragen werden.

Thurisaz
26.05.2004, 19:21
Das wär schön wenn sich andere Landwirte daran ein Beispiel nehmen würden und ihre Katzen auch kastrieren.

Katzen sind auf dem Land halt meist Tiere die "so nebenher laufen", werden irgendwann geboren und sterben dann irgendwann mal...
Ich hab schon Verständnis dafür, daß Katzen auf dem Land anders behandelt werden und mehr auf sich allein gestellt sind. Aber die nötigsten Impfungen, Kastration und artgerechtes Futter sollten schon drin sein.

Wieviel kostet das Kastrieren bzw. sterilisieren eigentlich?

Astrid
26.05.2004, 19:33
Wieviel kostet das Kastrieren bzw. sterilisieren eigentlich?
Da haben Tierärzte unterschiedliche Preise.
Bei meinem Tierarzt kostet der Kater 40€ und die Katze 80€

Asrael
26.05.2004, 19:59
Bei meinem TA kostet das kastrieren der Katze 80 Euro. Der Kater glaub ich 50. Wenn ich aber mit mehreren komme (letztes Jahr waren´s 4 die ich kastrieren ließ, gibt´s einen Rabatt).

Leider lassen einige Landwirte bei uns, die auch Jäger sind, nicht einmal ihre eigenen Jagdhunde impfen oder entwurmen, geschweige denn erst die herumlaufenden Katzen.
Gott sei dank ist die, die ich jetzt in der Sattelkammer mit den Babies sitzen habe flohfrei.
Entwurmt werden alle am Freitag.
Ich muß mich halt zumindest um die Katzen, die da bei uns im Hof/Stall sind/waren ein wenig kümmern, da ich sonst ein irrsinnig schlechtes Gewissen hätte (ich hätte was tun können, aber ich war zu feige dafür,...). Ich denke mir, dass somit wenigsten ich einmal einen guten Anfang gemacht habe.
Letztes Jahr hat es schon Streiterein mit meiner Großmutter gegeben, weil ich die 2 "armen Katzerln" kastrieren lassen habe. "Was ich denen antue, weiß ich ja gar nicht" war da die Aussage. Gott sei Dank hat sich wenigstens meine Mutter hinter mich gestellt und meine Ansichten mit mir geteilt.
Letztes Jahr waren es ja insgesamt 12 Junge. Meine Großmutter wollte von jedem Wurf (3 waren es) mind. 1 Katze behalten. Da sind dann sogar Tränen geflossen, als ein hübsches langhaariges Katzenmädchen abgeholt wurde, weil sie die ja so gerne behalten hätte. Und dann hat sie immer zu den Muttertieren gesagt:"Jetzt haben´s dir deine Butzis weggenommen, du arme".
Eine kleine hab ich mir mit in die Wohnung genommen, da sie wirklich sehr süß ist. Den Rest hab ich auf erstklassige Plätze vermitteln können. Manche haben sich sogar gleich 2 genommen.

Ich hoffe, dass ich meine 2 Tigermädls vom April auch noch vermitteln kann.
Die Interessentin von der kleinen langhaarigen Tiger m. weiss hat sich jetzt auch nicht mehr gemeldet. Falls daran wer Interesse hat, kann er sich gerne bei mir melden.

Nani
26.05.2004, 21:32
Is ja unglaublich, was ich hier lesen muss !! :o Leider hab ich jetzt schon der Familie zugesagt, und bekomme mein Katzenbaby nach Pfingsten, sonst hätte ich Dir sehr gerne geholfen. Wir bekommen unsere Katze auch von einer Familie, die ihre Katze/Hund einfach draussen rumlaufen lassen, jetzt haben sie sich entschlossen, die Katzenmama endlich sterilisieren zu lassen, nachdem die Babys weg sind. Gottseidank ist wenigstens der Hund schon sterilisiert ! :rolleyes:
Hoffe, Du bekommst die kleinen gut unter :kitty:

BigCat
27.05.2004, 10:03
Originally posted by Tom@26.5.2004, 17:42 Uhr
............und ich finde es gut, dass Du das jetzt angehst! :thumb:
Wie oft hört man sonst: "..da müsste man etwas unternehmen.."
Ich hoffe, das katzenforum (als "Infrastruktur") und seine Mitglieder können dabei hilfreich sein.........
:clap: :thumb: :clap: :thumb: :clap: :thumb:

Nani
27.05.2004, 10:35
Ja, kann mich auch nur oben anschliessen :thumb:

Damit
29.12.2007, 16:20
Ich kenne die "Katzensituation" am Land sehr gut und aus unmittelbarer Nähe.
Katzen werden nicht als Haustiere angesehen - am ehesten noch als Mittel gegen
die Mäuseplage - ansonst als unnötige Fresser, denen man die Essensreste hinwirft.
Traurig ist, dass sich gegen eine hohe Katzenpopulation niemand wirklich zuständig
fühlt. In unserer Gemeinde gab es einmal ein Rundschreiben, dass man gemeinsam
mit Tierärzten der Region Kastrationen der Streunerkatzen durchführen würde.
Geworden ist daraus nichts, denn die Katzen lassen sich nicht fangen. Einzelne
Streuner fallen nicht in diese Aktion und auf den Höfen lässt man die Katzen dahin-
vegetieren und sind auch nicht als Streuner zu bezeichnen, da sie ja bei Menschen
"leben" und denen ist es egal, ob sie sich vermehren oder nicht - das Problem
löst sich ja oftmals durch plötzliches "verschwinden" der Katzen..
Traurig das Ganze.. darum Asrael :respekt: Dein Einsatz für die armen Katzen
ist ganz super!
Noch etwas ist mir aufgefallen: wenn man in den Höfen jemand auf Katzenkastration
anspricht, hört man nur Ausflüchte, bzw. auf deren Frage was das Kastrieren kosten
würde, ein "das kann ich mir bei den vielen Katzen nicht leisten" und schief angeschaut wird man in Zukunft auch noch...