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Fleisch - roh/gekocht?

Hallo!

Spricht eigentlich etwas dagegen, den Katzen rohes Fleisch zum essen zu geben? Habe ein paar Barf-Rezepte und bei diesen handelt es sich um Rezepte, bei denen das Fleisch gekocht wird, deshalb bin ich mir nicht sicher. Aber andererseits ist das Fleisch, das die Katzen in ihrer sonstigen Wildbahn erbeuten oder das die ursprüngliche nordafrikanisch Wildkatze erbeutet, auch nicht gekocht (-;

Würde das Fleisch (kein Schweinefleisch, das weiß ich) wahrscheinlich anreichern müssen mit versch. Zusätzen, damit es dem Nährstoffgehalt von erbeuteten Tieren inkl. Knochen, Haut, Haaren, Federn, etc. gleichkommt. Ist das eigentlich viel, was man da zugeben muss? Wo krieg ich diese Zusätze her? Kommt insgesamt Futter mit Zusätzen eigentlich billiger/teurer als das handelsübliche Futter aus Fressnapf & Co. (wo das meiste Futter auch nicht gekocht ist)?

Würde meinen Katzen so gerne eine Freude machen und ihnen eine ganze Maus, einen ganzen Fisch oder Küken mitbringen. Theoretisch. Praktisch könnte ich es nicht mitansehen, wie sie die Tiere blutig zerlegen und evtl. "zerknuspern". Die würden wahrscheinlich auch etwas übrig lassen... Könnte vielleicht die Katzen auch im Badezimmer "tun" lassen und dann... nein, eigentlich gar nicht, mir würde grausen. Hat jemand Erfahrung mit so etwas?
 

Humpel

Hauskatze
Barf sollte immmer roh sein. Fürs erste, bis du dich eingelesen hast (auch hier in der Infothek gibts einen hervorragenden Beitrag dazu) kannst du EasyBarf oder Felini Complet zum Fleisch geben, das sind fertige Mischungen an Zusatzstoffen.
 

pinselchen

Hauskatze
Barf ist keine Wissenschaft... setzt aber (großes) Interesse an Katzenernährung voraus. Welche Vitamine werden wofür gebraucht, was ist wo drin, wovon darf es auch ein bisschen mehr sein, was darf man keinesfalls überdosieren... das muss schon sitzen!

Ich lese mich auch gerade wieder ein, stelle Rezepte zusammen, etc. Da es hier auch ein Jahr kein Barf gab, muss ich mir da auch wieder einiges aneignen. Supplemente bestellen --> die ganzen Zusätze kann man bestellen, Lachs und Leber (und auch einiges anderes) im Geschäft kaufen.
 

ungeheuer

Hauskatze
Bevor du dich mit Supplimenten eindeckst, probier mal, ob deine Katzen überhaupt rohes Fleisch fressen wollen!
 

Blackstill

Hauskatze
Hallo schnurrliburrli,

ich barfe meine Katzen schon länger und was pinselchen hier sagt, kann ich so nicht ganz bestätigen, den barfen bei Katzen ist schon eine kleine Wissenschaft für sich, grade was die Supplemente betrifft und nach welcher Methode man überhaupt barfen möchte!
Den es gibt durchaus mehrere Methoden grade was die Europäische Barfmethoden betrifft und was die Amerikanischen Methoden!
Aber wenn man sich sehr gut einliest und am Anfang andere Leute darüber schauen lässt, kommt man eigentlich recht schnell dahinter.

Des weiteren kann man schon Schweinefleisch auch an Katzen verfüttern, es kommt nur darauf an, woher dieses Schweinefleisch kommt, den beim Schweinefleisch geht es lediglich um den Aujeszkyschen-Virus und dieser wird seit geraumer Zeit in Deutschland und Österreich nicht mehr nachgewiesen! Bei Schweinefleisch aus anderen Ländern ist es dann eher fraglich und sollte lieber nicht gefüttert werden! Meine haben mittlerweile auch schon Schweinefleisch bekommen, aber nur aus Österreich und direkt vom Metzger! Genauso, was du jetzt meintest, mit gekochten Fleisch heißt Koch-Barf und ist eher untern uns Barfern sehr umstritten!


Kochbarf:

Die Zutaten bestehen wie beim "Rohbarf" aus verschiedenen Fleischteilen oder Organen, die jedoch gekocht werden und dann mit Supplementen gemischt werden, um eine ausgewogene Mahlzeit zu erhalten. Der Kochprozess verändert die Nährstoffe, aber vor allen die Enzyme bereits ab 40 °C so dass man hier lediglich sagen kann, dass der einzige Vorteil darin liegt, dass man die Kontrolle über die Rohstoffe und die Zubereitung hat und dies noch ein Vorteil gegenüber Dosennahrung ist.

Möchte man Kochbarf Portionen ohne ein Vollsupplement zubereiten, ist die Portions-Berechnung meist eine andere. Auch sollte über die Kochmethode nachgedacht werden, da zum Beispiel die wasserlöslichen Vitamine oder die Mineralstoffe ins Kochwasser übergehen. Methoden, bei denen die zutaten im eigenen Saft garen, werden daher bevorzugt.
Es gibt seltene Fälle, in denen Kochbarf unter Umständen Sinn macht. So zum Beispiel bei den wenigen Toxoplasmose-Fälle, in denen die Infektion nicht asymptomatisch verläuft, sondern mit großen Beschwerden wie zB Gleichgewichtsstörungen einhergeht. Dies zeigt, dass die Katze keine belastbare Immunität erworben hat und man verzichtet darauf - für eine Zeit oder je nach Schwere für immer - sie mit dem Risiko weiter zu "belasten".

Des weitern sollte man bei dieser Methode keine Knochen mit kochen, da diese dann nicht mehr elastisch sind und splittern!

Liebe Grüße Blackstill

PS: Ich hoffe dies hat dir erstmal weiter geholfen und ich würde an deiner Stelle, wenn du mit barfen anfängst entweder die Franken-Preymethode oder die Methode mit Supplemente bevorzugen, da kommt man recht schnell hinein! Ebenfalls eignet sich auch Barfen mit Kalkulator!
 

pinselchen

Hauskatze
Man muss sich gut einlesen und einfach dran bleiben, wissen, was Katz braucht oder auch nicht und was für was gut ist --> großes Interesse an der Ernährung der Fellingers sollte also schon da sein. Da gebe ich dir komplett recht. Da kann einem zu Anfang schon der Kopf rauchen.

Irgendwann machts aber "Klick", war zumindest bei mir so, dann wirds einfacher. :) Und wenn man sich denkt: Die Zusätze im Dosenfutter bzw. TroFu ist sind im Geringsten auf versch. Fleischsorten abgestimmt, etc. ... verliert man zumindest ein wenig die Scheu, vorm barfen. :)

Automatisch zusammengeführtes Posting

Und das es echt die beste Ernährung für Katzen, die sich nicht zumindest teilweise selbst mit frischgefangenem versorgen können, motiviert halt auch! Also... wenn ein wenig Interesse besteht: Einlesen, man findet im Inet mittlerweile wirklich viele, gute Infos zu dem Thema.
 

pinselchen

Hauskatze
@Blackstill: was ist der Unterschied zwischen "Barfen mit Supplementen" und "Barfen mit Kalkulator"? - der Kalki ist ja nur ein Werkzeug, das mir sagt, wie viel ich von welchen Suppis brauche, damit ich mir das nicht "zu Fuß" ausrechnen muss.
 

Humpel

Hauskatze
zum Thema Schweinefleisch möchte ich noch drauf hinweisen, daß nur die Mastbetriebe frei von dem Virus sind.... Biobetriebe sind gefährdet, weil die Schweine auf die Weiden können, wo aber Nachts durchaus Wildschweine rumrennen. Der Wildschweinbestand ist NICHT virenfrei.
Daher immer erfragen woher das Schwein stammt, und wenns Bio ist, vielleicht doch lieber anbraten und selber essen.

Ich finde es übrigens sowieso ein bißerl abartig, daß man, wenn man soooo großen Wert auf artgerechte Ernährung legt, dann ausgerechnet Fleisch von Tieren verwendet, die ganz bestimmt nicht auf dem Speiseplan einer freigänger Katze stehen. Zugegeben, Karnickel und Hase ist deutlich teurer als Rind und Schwein, aber man kommt sicher mit Geflügel gut durch. Das ist aber nur mein ganz persönlicher Gedankengang zu dem Thema.
 

pinselchen

Hauskatze
Schwein ist halt von der Fettsäurenzusammensetzung, etc. ziemlich ideal für Katzen. Soll heißen recht "mausähnlich". Es geht ja darum möglich eine Maus nachzubauen --> da ist halt Abwechslung wichtig, nur Geflügel und Kaninchen wären auf Dauer vermutlich auch nicht ganz der Hit. Und dann spielt ja der Geschmack der Katzen auch noch mit.

Ich füttere roh auch kein Schwein, weil zu feig, gekocht mögen die vier es gerne. (Und ich denke, dass gerade Rind und Schwein in sehr sehr vielen Nassfuttern verarbeitet sind.)
 

Humpel

Hauskatze
das widerspricht sich für mich alles, tut mir leid.

(Womit ich mich selber ned ausnehme, ich hab ja selber zig verschiedene Dosen da, damits ned dauernd es selbe fressen müssen, aber ich stell für mich selber eben NICHT den Anspruch, die Katzen soooooo wahnsinnig Artgerecht zu ernähren. Ich kauf Dosen mit den Sachen die sie vertragen, punkt. Des reicht bei uns eh schon als kleine Wissenschaft)

Wenns in der Natur zu 80% Mäuse fressen, wieso könnens dann im Haus nicht mit 80% Hendl leben?

Verstehst was ich mein?

Das Schwein allerdings recht Mausähnlich ist, ist eine voll interessante Info. Schwein ist ja auch sehr Menschenähnlich. Heißt das wir Menschen sind sehr Mausähnlich? :woot:
 

pinselchen

Hauskatze
Naja, weil weder Geflügel, noch Rind, noch Kaninchen = Maus. Katzen sind ziemlich spezialisiert, was ihre Ernährung angeht und Bio-Mäuse kann man halt schwer anbieten... deshalb ist das Ziel durch eine Abwechslung, sei es jetzt bei den Fleischsorten, den Supplementen oder den verwendeten Fetten, das "Idealbild" Maus möglichst gut nachzubauen. So ganz grob und vermutlich auch ziemlich vereinfacht erklärt.

Mache ich ja auch nicht anders, wenn ich Dosenfutter füttere, die Katzen freuen sich ja auch über die Abwechlung, wobei dann in den meistens Dosenfuttern dieselben Nährstoffmischungen drin sind und dann get der Effekt wieder flötten und das Kochen tut sein übriges. Da finde ich es also auch mindestens genauso wichtig, dass man den Katzen viele verschiedene Zusammensetzungen anbieten. Gute Ernährung ist für mich grundsätzlich wichtig, sowohl meine eigene als auch die der Katzen und Barf ist halt was die Katzen angeht schon sehr hochwertig... und ich weiß genau, was sie da bekommen.

Schwein bietet z.B. viel Arachidonsäure und ein gutes Omega-Fettsäuren-Verhältnis, außerdem ist es grundsätzlich oft fetter als z.B. Geflügel und Fett ist für Katzen einfach essentiell in ihrer Ernährung.
 

zierhofer

Hauskatze
Ich kann pinselchen zustimmen, dass Schweinefleisch ideal für Katzen ist, doch muss man auf den Aujesky-Virus achtgeben, ist für Katzen und Hunde absolut tödlich!
Wir haben das Glück, im Ort einen alteingesessenen Fleischhauer zu haben, der seine Schlachttiere bei den Bauern in der Umgebung einkauft, im Schlachthof selbst
schlachtet und bei jedem Stück die Herkunftsadresse ausweist. Zum Großteil sind uns diese Bauernhöfe auch persönlich bekannt. Tiere mit Biohaltung sind keine darunter.
Vor einigen Jahren habe ich ein veterinärmedizinisches Gutachten der Met-Uni Wien erhalten, wo das Schweinefleisch von österr. Bauern, die keine Biohaltung haben,
praktisch frai vom Aujesky Virus sind.
Unsere Katzen erhalten zwischendurch immer wieder Schweinefleisch (Schnitzelfleisch) roh, es schmeckt ihnen und bekommt ihnen auch gut.
Mit Barfen haben wir keine Erfahrung.
 
Hallo!

Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten. Da merk ich schon, wie gut man sich auskennen muss. Keine Ahnung, ob ich das pack. Aber ich werd mich auf die Suche machen nach einschlägigen Büchern - im Internet lesen ist nicht so meins, da kann ich nichts anstreichen und wenn ich etwas lesen, muss ich erst an den Laptop ran, etc. Zu mühsam. Also, auf zum nächsten Thalia!
Ach ja, meine Katzen fressen rohes Fleisch. Gibt es denn Katzen die rohes Fleisch ablehnen (außer die, die wegen ihrem Immunsystem mit gekochtem BA(R)F gefüttert werden müssen), wo doch der ursrüngliche Menüplan der Katze aus rohem Fleisch bestand?
 
Zuletzt bearbeitet:

pinselchen

Hauskatze
Klar gibt's Katzen, die nix rohes essen wollen. Katzen sind zuerst mal neophob. Rohes Fleisch ist halt nochmal was ganz anderes als z.B. Nassfutter oder gar Trockenfutter.
 
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