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Hysterisch oder doch noch „fast normal“?

moilisi

Hauskatze
Hallo,

als langjährige nur Leserin, würde ich mich drüber freuenwenn ich von euch ein paar Rückmeldungen bekommen würde wie ihr mit gewissenSituationen fertig werdet. Bei mir ganz konkret, Katze aus dem Tierschutz –ausgetestete Einzelkatze musste deswegen von ihrem Platz weg. Eine Coonie miteiner Tierfutterallergie auf Fisch, und hatte Giardien. Und jetzt kommt’s: im fastregelmäßigen Abstand von 14 – 18 Tagen hat sie Durchfall. Geht 1 – 2 mal aufsKisterl, Kot ist dann richtig dünnflüssig und zum Schluss ein bisserl ein hellesBlut. Ist aber gut drauf, nicht als wenn sie damit ein Problem hätte.Medizinisch alles abgeklärt von Ultraschall bis Röntgen, Blutuntersuchungen undStuhlproben….. Letzte Besprechung in der Tierklinik ohne wirkliches Ergebnis,und das es eben bei Coonies öfter zu Darmproblemen kommt, und wenn einmalGiardien ….

So, jetzt mein Problem, ich kenn das jetzt seit über 3Jahren, und ich weiß (egal ob ich ihr Tannalbin, Kohle.. gebe oder nicht) esist mit einmal Durchfall vorbei – bis zum nächsten Mal. Und trotzdem, es wirdmir jedes mal schlecht vor lauterAufregung, ich krieg Herzklopfen und Katze wird akribisch beobachtet ob nichtdoch noch etwas ist. Und wieder zum Internet ob es nicht doch noch etwas gebenkönnte was ich noch probieren könnte.
Und wenn ich hier lese, wie souverän manche von Euch mitviel schlimmeren Krankheiten umgehen, denk ich mir nur mehr, bei mir stimmtsnicht.
Also wie geht’s EUCH wenn Katze krank ist, bzw. einchronisches Leiden hat, und wie steckt ihr das weg?
LG
 

Rusty

Hauskatze
Also, wie ich das "wegstecke", sagen wir mal besser "überstehe":

Mir gehts auch nicht anders. Ich stecke gar nichts weg. Ich gerate in Panik, wenn mal eine meiner Katzen nicht Fressen will, Durchfall im Klo ist, oder sich eine Katze nicht so verhält wie sonst immer, wenn jemand wo runter fällt, irgendwas Undefinierbares runterschluckt und so weiter und so fort.

Dann gehts so wie du es beschreibst: schlecht vor Aufregung, Herzklopfen, Katze wird akribisch beobachtet.......

Trotzdem konnte ich nicht verhindern, dass in den letzten 2 Jahren 4 meiner Katzen schwer erkrankt und gestorben bzw. erlöst werden mussten. Das übersteht man halt irgendwie, tut schrecklich weh, gewöhnen tut man sich nie dran, man glaubt jedesmal, die Welt bleibt stehen, der Boden wird einem unter den Füßen weggezogen - mich wundert eh schon, dass ich nicht in der Klappse gelandet bin. Es hilft aber sehr viel, wenn man noch Katzen hat, denen man ins Fell weinen kann und die einem trösten.
 

Cello

Hauskatze
Hast du Darmaufbau mit lebenden Darmbakterien schon probiert?

Ein Ernährungstagebuch kann auch helfen, allfällige Unverträglichkeiten festzustellen. Man schreibt täglich ganz genau hinein, was die Katze an Futter, Leckerlis etc. bekommt, und wie der Kot war.
Auch andere Dinge, die die Verdauung beeinflussen können, wie Lärm oder Verwendung von Haushaltsreinigungsmitteln etc.

Ich hatte eine Katze, die ganz ähnliche Probleme hatte (war aber keine Maine Coon), es gab auch nie eine Diagnose. Sie wurde 11 1/2 Jahre alt. Gewöhnt habe ich mich nie daran.

Das ist normal, wenn man sein Katzentier liebt - man sorgt sich und ängstigt sich bei jeder Kleinigkeit. Jedenfalls wenn man eher pessimistisch/realistisch veranlagt ist :wacko:
 

moilisi

Hauskatze
Danke, zumindest beruhigend das ich nicht allein so, sagen wir mal hypersensibel, bin wenns ums Katzentier geht. Weil ab und zu zweifel ich dann schon an mir.

Cello: Lebende Darmbakterien?? Bioflorin haben wir probiert.
 

Rusty

Hauskatze
Ich habs so gemacht: ein drittel vom Sackerl mit bissl Wasser anrühren, 1 Minute ziehen lassen und dann übers Futter geben.
 

Humpel

Hauskatze
Bitte 10 min ziehen lassen, solange brauchen die Bakterien um aktiviert zu werden.

Als Katzenbesitzer mit chronisch Kranken Katzen kann dazu auch was sagen... ;)

Njein, ich habe mittlerweile eine Katastrophenroutine entwickelt. DF, Speiben, Übelkeit, Durchhängen, Husten, all die Randerscheinungen der chronischen Erkrankungen die typisch sind, und wir in regelmässigen Abständen einfach haben, reißen mich nicht mehr vom Hocker. Also kein Herzklopfen oder so.
Was natürlich nicht bedeutet, daß ich dann nicht mit Argusaugen den betreffenden Kater überwache :D

Diese Beklemmungszustände treten bei mir nur noch auf, wenns dramatisch ist, zb. einer mit dem Kotzen nicht mehr aufhört, und alle zehn Minuten über zwei Stunden lang speibt, dann krieg ich sehr wohl den Klumpen im Magen, und so schnell kannst ned schauen ist der dann auch einpackt und wir sitzten beim TA. Oder wie Peregrin den Blasenverschluss hatte und wir nicht und nicht den Struvit wegbekamen, oder die Herzmuskelentzündung, wie ich die Werte damals gesehen habe, wars als ob mir einer in den Magen getreten hätte.

Und es ist natürlich so, daß ich immer ein bißerl Zeit brauche, bis ich mit einer neuen Situation (wie zb. jetzt bei Meriadoc auch noch die Leber/Pankrias/Galle) richtig umgehen kann. Bis ich für mich mit mir selber sozusagen ausgemacht habe, wie ich das handhabe und das ich mich drauf einstelle.

Generell kann man sagen, bei allen für unsere Verhältnisse "normalen" Sachen bis ich viel ruhiger geworden, beobachte die Kater zwar genau, aber kann sehr gut damit umgehen.

Aber da ist einfach jeder anders.
 

moilisi

Hauskatze
und nochmals danke, wäre dann meine nächste Frage gewesen :gruebel:wieviel bring ich wie in die Katze. 1x am Tag, oder öfter und wie lange?
 

Humpel

Hauskatze
Mit dem Spritzerl oder übers Futter (wenn gesichert ist, daß der Patient alles alleine frißt).
ich bevozuge das Spritzerl.

Mindestens ein Monat lang, erste Woche würd ich zweimal täglich geben. Dann einmal täglich.
 

moilisi

Hauskatze
Humpel bei dir frag ich mich sowieso ob du nicht verbotene Substanzen zu dir nimmst :ironie: damit du das mit deinen kranken Buben so durchstehst.

Genau das ist das was ich können möchte/will. Unterscheiden können zwischen normal und nicht. Hirn weiß es ja: is nix schlimmes, Katz stirbt nicht dran, aber immer gleich diese Gedanken was wäre wenn es doch was andres ist.
 

Rusty

Hauskatze
Unterscheiden können zwischen normal und nicht. Hirn weiß es ja: is nix schlimmes, Katz stirbt nicht dran, aber immer gleich diese Gedanken was wäre wenn es doch was andres ist.

Wer weiß das schon vorher? Ich war früher auch die Ruhe in Person. Aber wenn man mal ahnungslos zum TA geht, weil die Katz schlecht frisst, und man an nix Böses denkt - und der TA stellt nach genauerer Untersuchung, Röntgen und Ultraschall einen bösartigen Tumor fest, und das in Abständen von wenigen Monaten bei 4 Katzen, die alle kurz darauf sterben, dann kann man schon paranoid werden, das könnts mir glauben.
 

Cello

Hauskatze
Ich hab meine Katzenhaltung ja quasi schon mit einer lebensbedrohenden Erkrankung begonnen, genau 3 Tage bevor die Kleine in der Tierklinik einquartiert war, also war ich dann schon von Anfang an überängstlich :D
 

Humpel

Hauskatze
Rusty, klar das du da leicht paranoid wirst!

Ob das dann im nachhein stimmt, das es was normales war, weisst eh vorher nicht nicht, dachte damals auch nicht, dass der Tuk eine Herzmuskelentzündung hat, dachte er hat mal wieder einen Lungenstau.

Bei mir kommen halt zwei Faktoren zusammen: erstens haben wir die Grosshobbits schon länger durch gebracht als gedacht, somit ist jedes Monat quasi ein Geschenk für mich , weil ich ja drauf eingestellt war, dass die zwei keine sechs Jahre alt werden.
Zweitens beobachte ich die zwei ja ständig, mittlerweile vollig unbewusst, und ich kenn die zwei so gut, dass ich genau weiss, wann irgendwas nicht stimmt.
Irgendwann hat mein TA zu mir gesagt, es bringt nichts, wenn ich mit den Buben schon bei ihm aufschlage, wenn wir noch nicht mal annähert wissen welcher Teil der Katze betroffen ist , weil wir ja nicht ständig die volle Diagnostik mit Röntgen und Schal und weissnichtalles fahren können, da ist mir bewusst geworden, wie stark ich über reagiere.

Mittlerweile warte ich zwei bis vier Tage, mach das was ich an unterstützenden Massnahmen immer mache und seh es eben gelassener.

Und es gibt eben viele Dinge, die für ihre Erkrankungen typisch und normal sind, ob das jetzt wer anderer versteht oder nicht, oder das nachvollziehen kann oder nicht, solang es eben diese "normalen" Geschichten sind, bewege ich mich auf bekannten und sicheren Terrain, da weiss ich einfach was zu tun ist und deshalb regt es mich nicht übermässig auf .
 

Rusty

Hauskatze
Na ja, ausgerissene Kralle und kleinere Furunkel bis zu 1 cm behandel ich z.B. selber. Aber jeder TA-Besuch verursacht mir Bauchweh.
 

Humpel

Hauskatze
Ich kann das schon nachvollziehen Rusty. Nur kann ja der TA nichts dafür. Und die Angst sollte halt nicht überhand nehmen. Ein krankes Tier gehört zum TA, nicht das du dann aus Angst den TA Besuch vor dir herschiebst und es macht die Sache nur schlimmer.
Und stell dir erst mal vor, du wärst nicht gegangen und die hätten das nicht herausgefunden, die armen Geschöpfe wären ja elendiglich eingegangen!

Bei uns wars halt immer so, daß uns der TA geholfen hat, den Buben gelegentlich auch schon das Leben gerettet hat, insofern steht da für mich die positive Erfahrung im Vordergrund.
 

Cello

Hauskatze
Naja, mir verursacht ein Tierarztbesuch auch Bauchweh, aber wenn's notwendig ist, gehen wir klarerweise.

Allerdings bin ich mit zunehmender Erfahrung etwas sparsamer mit Tierarztbesuchen geworden. Anfangs war ich immer sofort beim Tierarzt, jetzt kann ich besser einschätzen, ob es wirklich notwendig ist oder ob man auch einmal abwarten kann.

Speziell bei chronischen Erkrankungen wie Ylvi und Finn sie haben, lernt man einfach, dass es eben z.B. ausreicht, Ylvis Cortisondosis zu erhöhen, wenn sie gerade wieder eine offene Stelle bekommen hat, statt gleich zum Tierarzt zu rennen, der dann unnötige Antibiotika spritzt.

Oder bei Finn warte ich ab, wenn er wieder einmal rotzt, weil es in den letzten Jahren immer nach einer Woche wieder weg war.
Wennst zum Tierarzt gehst, kriegt er wieder Antibiotika, und das ist bei chronischem Schnupfen nicht gut, weil irgenwann Resistenzen entstehen.

Aber anfangs war ich immer sofort gleich beim Tierarzt, rückwirkend gesehen oft überflüssig, manchmal sogar schädlich, aber Erfahrung kommt halt erst im Lauf der Zeit.
 

Humpel

Hauskatze
Speziell bei chronischen Erkrankungen wie Ylvi und Finn sie haben, lernt man einfach, dass es eben z.B. ausreicht, Ylvis Cortisondosis zu erhöhen, wenn sie gerade wieder eine offene Stelle bekommen hat, statt gleich zum Tierarzt zu rennen, der dann unnötige Antibiotika spritzt.

Genau das hab ich gemeint mit "normale" Sachen. :)
 

moilisi

Hauskatze
Ich bin halt dann immer gleich so extrem, wenn Katze einmal a bisserl weniger frisst oder nach so nach DF dann einmal einen Tag nicht das Kisterl beehrt, bereit ICH mich schon seelisch auf den TA vor. Und immer den Hintergedanken, hoffentlich nimmt es mir Ella nicht übel wenn ich sie dort hin schlepp, hoffentlich findet er nicht was schlimmes. Wenn ich mich dann drauf eingestellt hab das ich Madame schnapp zu zisch, frisst sie wieder oder Häufchen ist normal. Weil mein Hirn spinnt sich ja gleich einen Darmverschluss oder was weiß ich denn alles zusammen.
Und man möge mich jetzt bitte nicht steinigen, ich trau sie mir nicht einmal mehr impfen lassen, weil da ja dann die Tumore kommen :suizid:

Bioflorin starte ich dann übernächste Woche, weil ich eine Woche auf Urlaub bin und mein Mann und die Prinzessin schöner Wohnen haben. Ich glaube es bringt nichts, eine Woche geben, dann aussetzen und dann wieder neu anfangen.
 

Rusty

Hauskatze
Wenn du keine Freigänger hast, brauchst du sie eh nicht dauernd impfen zu lassen. Grundimmunisierung und dann alle 3 Jahre Auffrischung genügt. Viele TÄ impfen in den Schwanz, weil man den notfalls bei auftretendem Sarkom amputieren kann.
 
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