Katzenforums-Adventkalender 2008

#2
Die Weihnachtsmaus (James Krüss)



Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(Sogar für die Gelehrten);
Denn einmal nur im ganzen Jahr
Entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen oder Rattengift
Kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
Noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
Den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
Kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
Das Mutter gut verborgen,
Mit einem Mal das Beste weg
Am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab' es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
Das Marzipan vom Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
Ich hab' es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen!

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
An dem die Kugeln hingen
Ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
Nebst andren leck'ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich hab' es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
Die über Nacht gekommen.

Und Ernst und Hans und der Papa,
Die riefen: Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da,
Und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
Ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
Sobald der Baum geleert war,
Sobald das letzte Festgebäck
Gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus-
Bei Fränzchen oder Lieschen-,
Da gäb` es keine Weihnachtsmaus,
Dann zweifle ich ein bisschen!

Doch sag' ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
Bleibt jedem überlassen!
 
#3
Ein Weihnachsgedicht

When the snow falls wunderbar
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit:
She is here, the Weihnachtszeit

Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls...
Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And es sings the family
Schauerlich: "Oh, Chistmastree!"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
All around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei - "Wasser marsch!",
Christmas is - now im - Eimer...

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...


Gibt es den Weihnachtsmann?

1. Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. Aber es gibt 300.000 Arten von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt , schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.
2. Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt, aber da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwas 15 % der Gesamtzahl 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91, 8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

3. Der Weihnachtsmann hat einen 31 -Stunden - Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint).

Damit ergeben sich 822, 6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1 /1000 Sekunden Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, daß jeder dieser 91, 8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120, 8 Millionen km, nicht mitgerechnet, die Unterbrechungen für das was jeder von uns mindesten einmal in 31 Stunde tun muß, plus Essen usw.

Das bedeutet, daß der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000 - fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses Space Probe, fährt mit lächerlichen 43, 8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km pro Stunde.

4. Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen , nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird.

Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, daß ein „ fliegendes Rentier“ (siehe Punkt 1) das zehnfache normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiert. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.

5. 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderst Paar Rentiere muß dadurch 16, 6 Trillionen Joule Energie absorbieren. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt.

Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert.

Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muß) würde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20, 6 Millionen Newton.

Damit kommen wir zu dem Schluß: wenn der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht hat, ist er heute tot.
 
#4
So nun mein Beitrag zum 3 :)

Am ersten Bild ist Liu am 2ten Nikita und Zoe ( wobei Zoe sich wegdreht) und am letzen Bild ist Nala.

 
Zuletzt bearbeitet:
#7
Nachdem heute wohl sonst nichts mehr gekommen wäre, spring ich mal ein. Denn ich hab noch einen Reserveplan für meinen eigentlichen Tag ;)
Also viel Spaß mit den Beiden - und wir wünschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit.

LG Petra, Mo und ChouChou

PS: hab die Bilder in 2 Versionen angefügt, damit sie auch wirklich jeder sehen kann.



 
#8
Knecht Ruprecht -
Theodor Storm (1817-1888)

Von drauss' vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor;
Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
Da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt' und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!"
Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo's eitel gute Kinder hat."
- "Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Fressen fromme Kinder gern."
- "Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten."
Christkindlein sprach:" So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"
Von drauss' vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hier innen find!
Sind's gute Kind, sind's böse Kind?
 
#9
Brief an das Christkind


In Nürnberg lebte eine alte Frau,
für sie war das Leben einsam und grau,
mit Ihrem Einkommen war es schlecht bestellt,
mit einem Wort – sie hatte kein Geld.

Sie überlegte angestrengt hin und her,
woher denn Geld zu kriegen wär'.
Ihr kam ein Gedanke – oh, wie fein,
so schrieb sie ein Brief an das Christkindlein.

LIEBES CHRISTKIND ICH BIN ALT UND ARM,
DAS GELD IST ZU WENIG, ICH BITTE ERBARM,
DRUM SCHICKE MIR SCHNELLSTENS 100 EURO,
SONST MüßTE ICH HUNGERN UND WÄR NICHT MEHR FROH.

EINE ANDERE HILFE WEIß ICH NICHT MEHR,
DENN OHNE MONETEN IST`S DOCH RECHT SCHWER,
ABER BITTE BEEILE DICH MIT DEM GELD,
SONST IST`S NICHT MEHR SCHÖN AUF DIESER WELT.


Der Brief wird frankiert, in den Kasten gesteckt,
der Postbote ihn dann morgens entdeckt,
er liest die Adresse – was soll er nur machen,
„AN DAS CHRISTKIND“ – das ist ja zum Lachen.

Er denkt sich aber, ein Spaß muss sein,
der kommt ins Fach vom Finanzamt hinein.
Am nächsten Tag dort angekommen,
wird er vom Beamten in Empfang genommen.

Wenn Sie nun glauben, er schmeißt weg diesen Brief,
oh, so ist das nicht, da liegen Sie schief,
er liest die Adresse und denkt gleich daran,
wie man der alten Frau helfen kann.

Ja, Glauben Sie mir, das ist kein Scherz,
es gibt beim Finanzamt mal jemand mit Herz,
ihm kommt ein Gedanke, und das ist fein,
das könnt für die Frau eine Hilfe sein.

Er fängt gleich an durch die Büros zu wandern
und sammelt recht fleißig von einem zum andern.
Doch leider war er über den Erlös nicht ganz froh,
statt 100, bekam er nur 70 Euro.

Aber diese wurden dann verwandt
und an die arme Frau gesandt.
Diese freute sich sehr, man kann's kaum ermessen,
dass das Christkind hat sie nicht vergessen.

So schrieb Sie rasch einen Dankesbrief,
in Eile sie zum Postamt lief.
Sie schrieb ans liebe Christkindlein
dieses nette Briefelein:

LIEBES CHRISTKIND DEINE GABE FREUT MICH SO,
VIELEN DANK FÜR DIE 70 EURO.
DOCH SOLLTEST DU MAL WIEDER AN MICH DENKEN,
UND SO GÜTIG MIR WIEDER WAS SCHENKEN,
DANN MÖCHTE ICH DICH NUR UM EINES BITTEN,
DAS GELD NICHT ÜBER DAS FINANZAMT SCHICKEN.
DENN DIE LUMPEN HABEN UNGELOGEN,
VON DEN 100 EURO 30 ABGEZOGEN.
 
#11
09. Dezember 2008

MEINE Weihnachtsgeschichte vom Dezember 1977


Klein Caroline im September 1977

Wie einige von euch wissen, ist meine Mama aus Frankreich. Wir verbrachten alle paar Jahre die Weihnachtsfeiertage bei meiner Oma. Sie wohnte in Amiens (siehe Plan).



Ein wunderschönes Weihnachtsfest, an welches ich mich noch sehr gut erinnere, verbrachten wir im Jahr 1977. Ich war in der ersten Klasse Volksschule und ich durfte einige Tage schwänzen, damit wir schon vor dem 24. Dezember mit dem Zug zu meiner Oma fahren konnten. Leider konnte mein Papa nicht mitkommen, da er zu diesem Zeitpunkt auf Cypern bei der UNO war und dort seinen Dienst machen musste und über Weihnachten nicht frei bekommen hatte.


Mein Papa und ich

Meine Mama und ich nahmen also den Zug. Damals gab es noch eine direkte Zugverbindung zwischen Innsbruck und Paris. Gegen 18.00 Uhr bestiegen wir den Zug (mit Liegewagen) und um 07:00 in der Früh kamen wir in Paris Gare de l’Est an. Eine kurze Taxifahrt zum Gare du Nord und wir bestiegen den Zug nach Amiens. Die Heimatstadt meiner Mama ist ungefähr so groß wie Innsbruck, mit ca. 120.000 Einwohnern und einer wunderschönen Gotischen Kathedrale. Wer sie gesehen hat, stimmt mir zu, dass sie noch schöner ist als Notre Dame in Paris.


Die Kathedrale von Amiens

Die weihnachtlichen Traditionen in Frankreich unterscheiden sich von denen in Österreich. Es kommt nicht das Christkind sondern Le Père Noel (der Weihnachtsmann) und die Bescherung findet nicht am 24. Dezember abends statt sondern am 25. Dezember am Morgen.


Meine Oma, meine Mama und ich

Um mich nicht total zu verwirren, denn ich glaubte noch fest an das Christkind, hat mir meine Mama Folgendes erklärt: Da das Christkind in Österreich so viel zu tun hat, braucht es in anderen Ländern Unterstützung und in Frankreich hilft ihm eben der Weihnachtsmann. Für mich klang das plausibel und deshalb hat es mich nicht überrascht, bei unseren Weihnachtseinkäufen in den Straßen von Amiens Weihnachtsmännern zu begegnen.
Vor einem Kaufhaus stand ein Weihnachtsmann und die Kinder standen dort an, um ihm ihre Wünsche zu erzählen.
Ich wollte ihm natürlich auch sagen, was ich mir vom Christkind wünschte. Ich konnte zwar französisch, aber vor lauter Aufregung stotterte ich nur und bekam fast kein einziges Wort heraus. Ich hab bei meiner Mama (auf Deutsch) nachgefragt, was ich denn sagen sollte. Das hat der Weihnachtsmann gehört und dann hat er mich doch tatsächlich auf Deutsch angesprochen. Zuerst war ich total erstaunt, aber dann war mir alles klar: Das Christkind und der Weihnachtsmann müssen sich ja unterhalten und das geht natürlich nur auf Deutsch!
Ich weiß nicht, ob sich noch viele von euch an eine ganz besondere Puppe erinnern können – bei uns in Tirol nannten wir diese Puppe Ein Schlummerle (das war eine Puppe mit weichem Körper, der Kopf, die Hände und die Füße waren aus Plastik und sie hatte auch einen Schnuller.) So eine spezielle Puppe wünschte ich mir und ich versuchte ihm zu erklären, was genau das ist, aber ich war nicht sehr erfolgreich.

Die Tage bis zum Weihnachtsabend vergingen wie im Flug und am 24. Dezember kam fast die ganze Familie, um bei meiner Oma zu feiern, zB mein Onkel Jacques, meine Tante Marie-Christine und deren 7jähriger Sohn Matthieu. Mein Cousin war nicht getauft und glaubte auch nicht an den Weihnachtsmann geschweige denn an das Christkind.
Das Abendessen war vorbei und ich saß gemeinsam mit Matthieu beim Christbaum und erzählte ihm, was ich mit dem Weihnachtsmann erlebt hatte und wie das mit dem Christkind ist. Zuerst war er skeptisch, aber im Laufe des Abends hatte ich ihn überzeugt und er glaubte mir. Wir gingen ins Bett und am nächsten Morgen lagen unzählige Geschenke unterm Weihnachtsbaum. Ich suchte sofort nach meinem „Schlummerle“. Ich fand zwar eine Puppe, aber nicht die speziell gewünschte, sondern eine Puppe die gehen und sprechen konnte. Meine Enttäuschung hielt sich in Grenzen, da ich das auf Kommunikationsprobleme zurückführte.
Mein Cousin bekam auch ein paar Geschenke und ich versicherte ihm nochmals, dass all dies vom Christkind und vom Weihnachtsmann gebracht worden wäre.


Klein Caroline beim Geschenke auspacken

Die Ferien vergingen, wir fuhren wieder nach Hause. Beim Papa kam im Frühling aus Cypern zurück und alles ging wieder seinen geregelten Weg.

Das nächste Weihnachtsfest kam und am 24. Dezember rief uns mein Onkel Jacques an, um zu berichten, dass sein Sohn Matthieu dieses Jahr einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann und das Christkind geschrieben hatte. Er war fest davon überzeugt, dass meine Geschichte stimmte. Ich muss also sehr gute Argumente gebracht haben.

Noch heute muss ich an dieses spezielle Weihnachten denken. Ich erinnere mich, dass ich traurig war, weil mein Papa nicht dabei war, aber mir wird auch ganz warm ums Herz, wenn ich an all meine Verwandten denke, die ihn ersetzt haben und mir viel Liebe geschenkt haben. Einige sind nicht mehr bei uns, aber immer in Gedanken.


Meine Familie damals (von li nach re: Meine Oma, meine Tante Colette, meine Cousine Isabelle, mein Cousin Jean Christophe, mein Onkel Bernard, kA wer die Dame ist :) mein Onkel Jacques, mein Cousin Matthieu auf dem Schoss meiner Tante Marie-Christine)

Ich wünsche euch allen eine besinnliche Adventszeit, ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!!
 
#12
10. Advent 08

Hallo,

ich wünsche euch einen schöne Adventzeit und um euch das Warten auf das christkindal zu verkürzen, gibts ein kleine geschichte und ein Rätsel mit Preis.

Kleiner Tipp: sucht in der Geschichte nach jemanden aus dem Forum ;) (meine cindy ausgsenommen *g* ) klickt darauf dann erscheint euch ein Lösungswort, wer mir diesen schickt erhält den Preis :) viel spaß bei der Suche.


http://www.celsi.at/diverses/Adventkalender.pps


und noch was hab ich für euch :)


Das Lametta


Weihnachten naht, das Fest der Feste -
das Fest der Kinder - das Fest der Gäste .
Da geht es vorher hektisch zu...
von Früh bis Abend keine Ruh.
Vor Hetzen, Kaufen, Proben, Messen
hat man auch leicht mal was vergessen!


So ging’s mir, keine Ahnung habend -


vor ein paar Jahren - Heiligabend!


Der zudem noch ein Sonntag war,


ich saß noch bei der Kinderschar,


da sprach mein Weib „Tu Dich nicht drücken,


du hast heut noch den Baum zu schmücken!“


Da Einspruch meistens mir nichts nützt,


hab kurz darauf ich schon geschwitzt.


Den Baum gestutzt - gebohrt - gesägt -


und in den Ständer eingelegt.


Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,


Krippenfiguren mit Laterne.


Zum Schluss..., ja Himmeldonnerwetta...,


nirgends fand ich das Lametta!


Es ward meiner Frau ganz heiß


und stotternd sprach sie: „Ja, ich weiß,


im letzten Jahr war’s arg zerschlissen,


darum haben wir’s weggeschmissen.


Und in dem Trubel dieser Tage


bei meiner Arbeit, Müh und Plage


vergaß ich Neues zu besorgen -


ich werd was von den Nachbarn borgen!


Die Nachbarn links, rechts drunter, drüber,


die hatten kein Lametta über!


Da schauten wir uns an verdrossen,


die Läden sind ja auch geschlossen.


So sprach ich dann zu meinen Knaben:


"Hört zu, wir werden heuer haben


einen Baum - altdeutscher Stiel",


weil .... mir Lametta nicht gefiel.


Da gab es Heulen, Schluchzen, Tränen


und ich gab nach den Schmerzfontänen.


„Hört endlich auf mit dem Gezeta...


ihr kriegt ‘nen Baum mit viel Lametta!"


Zwar konnt ich noch nicht ganz begreifen,


woher ich nehm’ die Silberstreifen.


Als ich suchte dann mein Messa -


las ich: „Hengstenberg Mildessa“


Es war die Sauerkrautkonserve,


ich kombinier' mit Messerschärfe.


Hier liegt die Lösung eingebettet,


das Weihnachtsfest, es ist gerettet!


Schnell ward der Deckel aufgedreht,


das Kraut gepresst, so gut es geht!


Zum Trocknen einzeln aufgehängt


und dann gefönt, doch nicht versengt.


Die trocknen Streifen, stark geblichen


mit Silberbronze angestrichen,


auf beiden Seiten Silberkleid,


oh freue Dich Du Christenheit!


Der Christbaum ward einmalig schön,


wie selten man ihn hat gesehen.


Zwar roch’s süßsauer zur Bescherung,


geruchlich gab’s ne Überquerung,


weil mit Benzin ich wusch die Hände,


mit Nitro reinigte die Wände.


Dazu noch Räucherkerz' und Myrthe,


der Duft die Menge leicht verwirrte.


Und jedermann sprach, still verwundert:


So ist’s im technischen Jahrhundert!


Ne Woche drauf... ich saß gemütlich


im Sessel, las die Zeitung friedlich,


den Bauch voll Feiertagerester,


‘s war wieder Sonntag und Sylvester.


Da sprach mein Weib: „Du weißt Bescheid,


es kommen heut zur Abendszeit,


Schulzes, Lehmanns und Herr Meier


zu unserer Sylvesterfeier.


Wir werden leben wie die Fürsten,


‘s gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten.“


Ein Schrei ertönt! Entsetzt sie schaut!


Am Christbaum hängt mein Sauerkraut,


vergessen, Neues zu besorgen,


ich wird was von den Nachbarn borgen!


Die Nachbarn links, rechts, drunter, drüber


die hatten leider keines über!


Da schauten wir uns an verdrossen,


die Läden waren auch geschlossen.


Und so ward wieder ich zum Retter,


nahm ab vom Baume ich das Lametta.


Mit Terpentin und viel Bedacht


hab ich das Silber abgemacht.


Das Kraut dann gründlich durchgewässert,


mit reichlich Essig noch verbessert.


Hinzu noch Nelken, Pfeffer, Salz


und Curry, Ingwer, Gänseschmalz.


Dann als das Ganze sich erhitzte -


das Kraut, das funkelte und blitzte


da konnt ich nur nach oben flehn:


„Lass diesen Kelch vorübergehen!“


Fransiska Lehmann sprach zu Franz


„Dein Goldzahn hat heut Silberglanz“


und einer, der da musste mal,


rief freudig: „Ich hab 'nen Silberstrahl!“


So gab’s nach dieser Krautmethode


noch manche nette Episode!


Als später dann das Kraut serviert


ist auch noch folgendes passiert:


Da eine Dame musste niesen,


sah man aus ihrer Nase sprießen


tausend kleine Silbersterne.


„Mach’s noch mal, denn wir sehn das gerne“


so rief man ringsum hocherfreut,


die Dame wusste nicht Bescheid.


Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir


„Es hat mir gut gefallen hier,


doch wär die Wohnung noch viel netter,


hättest Du am Weihnachtsbaum Lametta.“


Ich konnt' da gequält nur lächeln


und mir noch frische Luft zufächeln.


Ich sprach und klopfte ihm aufs Jäckchenim nächsten Jahr kauf’ ich 100 Päckchen!




Wünsch euch allen Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch :)




lg spider
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
#14
Markt und Straßen steh'n verlassen
Joseph von Eichendorff

Markt und Straßen steh'n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh' ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh'n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandere aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil'ges Schauern !
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt's wie wunderbares Singen -
o du gnadenreiche Zeit !



Der Apfent
Toni Lauerer

Der Apfent ist die schönste Zeit vom ganzen Winter.
Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber.
Wir haben auch eine, aber die ist mit Beleuchtung und man schreibt sie mit K.

Drei Wochen bevor das Christkindl kommt stellt Papa die Krippe im
Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen.
Viele Krippen sind langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben
mords tolle Figuren darin.

Ich habe einmal den Josef und das Christkindl auf den Ofen gestellt damit sie es schön warm haben und es war ihnen zu heiss. Das Christkindl ist schwarz geworden und den Josef hat es in lauter Trümmer zerrissen. Ein Fuss von ihm ist bis in den Plätzleteig geflogen und es war kein schöner Anblick. Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, dass nicht einmal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind.

Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind herumsteht, schaut es nicht gut aus. Aber ich habe gottseidank viele Figuren in meiner Spielzeugkiste und der Josef ist jetzt Donald Duck. Als Christkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, dass er in den Futtertrog gepasst hätte. Meine Mama hat dann aber gesagt, dass man doch als Christkindl keinen Asterix nehmen kann, da ist ja das verbrennte Christkindl noch besser. Es ist zwar schwarz, aber immerhin ein Christkindl.

Hinter dem Christkindl stehen zwei Ochsen, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurierr. Das Nilpferd und den Saurier hab ich hingestellt, weil der Ochs und der Esel waren mir allein zu langweilig.
Links neben dem Stall kommen gerade die heiligen drei Könige daher. Ein König ist dem Papa im letzten Apfent beim Putzen heruntergefallen und war dodal hin. Jetzt haben wir nur mehr zwei heilige Könige und eine heiligen Batman als Ersatz.

Normal haben die heiligen drei Könige einen Haufen Zeug für das Christkindl dabei, nämlich Gold, Weihrauch und Pürree oder so ähnlich. Von den unseren hat einer anstatt Gold ein Kaugummipapierl dabei, das glänzt auch recht schön. Der andere hat eine Marlboro in der Hand, weil wir keinen Weihrauch haben. Aber die Marlboro raucht auch ganz schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat eine Pistole dabei. Das ist zwar kein Geschenk für das Christkindl, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen.

Hinter den drei Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein rassiger Engel. Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt.
Rechts hinter dem Stall haben wir ein Rotkäppchen hingestellt. Sie hat eine Pizza und drei Weizen für die Oma dabei und reisst gerade eine Marone ab. Einen Wolf haben wir nicht, darum gucktk hinter dem Baum ein Bummerl als Ersatz-Wolf hervor.

Mehr steht in unserer Krippe nicht, aber das reicht voll. Am Abend schalten wir die Lampe an und dann ist unsere Krippe so richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Apfent. Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu lusert (langweilig). Mein Opa hat mir ein Gedicht vom Apfent gelernt und es geht so: "Apfent Apfent, der Bärwurz brennt. Erst trinkst oan, dann zwoa, dann drei, dann vier, dann hauts di mit deim Hirn an d´Tür!" Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat meine Mama gesagt, dass ich es mir nicht merken darf.

Im Apfent wird auch gebastelt. Wir haben eine grosse Schüssel voll Nüsse und eine kleine voll Goldstaub. Darin wälzeln wir die Nüsse, bis sie golden sind und das Christkindl hängt sie später an den Christbaum.
Man darf nicht fest schnaufen, weil der Goldstaub ist dodal leicht und er fliegt herum, wenn man hineinschnauft. Einmal hab ich vorher in den Goldstaub Niespulver hineingetan und wie meine Papa die erste Nuß darin gewältzelt hat, tat er einen Nieserer, dass es ihn gerissen hat und sein Gesicht war goldern und die Nuß nicht. Mama hat ihn geschimpft, weil er keine Beherrschung hat und sie hat gesagt, er stellt sich dümmer an als wie ein Kind. Meinem Papa war es recht zuwieder und er hat nicht mehr mitgetan. Er hat gesagt, dass bei dem Goldstaub irgendetwas nicht stimmt und Mama hat gesagt, dass höchstens bei ihm etwas nicht stimmt. Ich hab mich sehr gefreut, weil es war insgesamt ein recht lustiger Apfentabend.

Kurz vor Weihnachten müssen wir unsere Wunschzettel schreiben. Meine Schwester wünscht sich meistens Puppen oder sonst ein Glump. Ich schreibe vorsichtshalber gleich mehr Sachen d´rauf und zum Schluß schreib ich dem Christkindl, es soll einfach soviel einkaufen, bis ihm das Geld ausgeht. Meine Mama sagt, das ist eine Unverschämtheit und irgendwann bringt mir das Christkindl gar nichts mehr, weil ich nicht bescheiden bin. Und wenn ich groß bin und Geld verdiene, dann kaufe ich mir selber was und bin überhaupt nicht bescheiden. Dann kann sich das Christkind von mir aus ärgern, das ist mir dann wurscht.

Bis man schaut ist er Apfent vorbei und Weihnachten auch und mit dem Jahr geht es dann so dahin. Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt bis Ostern nichts mehr, höchstens wenn man vorher Geburtstag hat.

Aber ein´s ist gwies: Der Apfent kommt immer wieder.


Eine wunderschöne Apfentszeit wünschen euch Aida und Pennywise


 
#15
13. Dezember

Leider muss ich meinen Beitrag zum 13. schon jetzt posten, ich hab keine Ahnung, wann ich morgen wieder zum PC komme. Wenn ihr es aushältet, könnt ihr die Links ja erst morgen anklicken ;)

Meine Kater und ich als Weihnachtselfen!
http://elfyourself.jibjab.com/view/VPNvzU5egjktqcquvWoV

Mit diesem Link möchte ich euch die Comic von Ralf Ruthe ans Herz legen.
Zusätzlich könnt ihr euch unter "Videos" ein paar Filme um den Weihnachtsmann ansehen.
http://www.ruthe.de/frontend/

Viel Spaß mit den beiden Links!

LG von Petra, Mo und ChouChou
 
#16
14. Dezember 2008

Katzenweihnacht
(Edith Schreiber-Wicke)



Glitzerfäden fein zu fangen.
Auch zu fressen?
Weiß nicht recht.
Mir wird schlecht.

Bunter Ball an Silberschnur
hängt am Baum.
Bleibt er dort?
Glaub ich kaum.

Kann er hüpfen?
Kann er nicht!
Rollt ein Stück
und zerbricht.

Kletterbaum mit grünen Nadeln,
Stern im Wipfel
nickt noch sacht.

Bin ich müde:
Stille Nacht.


 
#18
Leo und Nala wünschen euch einen schönen 16. Dezember



Außerdem habe ich mir bewusst den heutigen Tag für die Gestaltung ausgesucht!
Denn genau heute vor 8 Jahren habe ich meinen Mann Markus zum ersten Mal gesehen!
Wir haben uns über Brieffreundschaft kennengelernt. Ich war damals 18 Jahre jung, lebte in einer kleinen Wohnung in Innsbruck, mein Mann in Wien. Am Freitag den 14.12. deutete er in einem Telefonat an, dass am 16.12. eine große Überraschung für mich kommen würde.
Am 16.12. läutete dann um 8 Uhr mein Handy. Mein Mann war dran und sagte mir, dass er in Innsbruck am Bahnhof ist!
Ich holte ihn ab und wir hatten einen wunderschönen Tag zusammen.
Das Ganze ist nun schon 8 Jahre her!!

 
#19
Das Türchen Nummer 17 :smile2:

A little Weihnachtsgedicht

I am sleeping very well in my quietsching Bettgestell.
But today in dieser Nacht,
is that Scheißteil zamgekracht.
So I hope that dir das not passiert and that my Englisch better wird.

When the snow falls wunderbar
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit:
She is here, the Weihnachtszeit

Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kastner, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls...

Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And es sings the family
Schauerlich: "Oh, Chistmastree!"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.

Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
All around is Harmonie,

Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,

And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei - "Wasser marsch!",
Christmas is - now im - A..äh..Eimer...




Wir wünschen euch,euren Familien,Kinder und Katzis ein wunderschönes Weihnachtsfest und angenehme Feiertage.

Nici & Cat´s

http://de.youtube.com/watch?v=cqpi-e_iLcQ
 
#20
etwas kritisches, ich hoffe es ist erwünscht, bei all dem Trubel aber doch vielleicht verständlich...


Fest der Liebe

Alle Jahre, immer wieder,

singt man unterm Tannenbaum

eine handvoll Weihnachtslieder --

deren Texte kennt man kaum.


Man wühlt in Bergen von Geschenken,

die immer mehr und größer werden,

man versteht, sich abzulenken

von Not und Elend hier auf Erden.


Dieweil wir ohne Pause fressen,

in Völle in den Polstern lungern,

zwingen wir uns zu vergessen,

dass Millionen Menschen hungern.


Von Weihnachtsfrieden keine Spur,

wir lesen und wir beten nicht,

wir verlieren an Kultur

und gewinnen an Gewicht.


Das Weihnachtsfest ist ohne Frage

mehr ein Fress- und Saufgelage,

als die Stille Heil`ge Nacht,

in der das Christkind „oh wie lacht“.


Wir fürchten uns allein zu sein,

wenn die Weihnachtsglocken läuten,

doch trudelt Kind und Kegel ein,

dann graut uns doch vor all den Leuten.


Wir möchten dieses Fest bescheiden,

stressig, spießig, blöde, bieder -

und möchten es partout nicht missen.

Alle Jahre, immer wieder.



Noch ein (nicht) lustiges Bild:



Ich wünche allen eine friedliche restliche Adventszeit und besinnliche Weihnachten.
 
Oben