Liebeserklärung an meine Cleo

#1
Meine süße, große Herzenskatze, mit den schönen Augen – du teilst nun schon bald 5 Jahre dein Leben mit uns. Alles hat damit angefangen, dass ich an einem Abend im November etwas von der Post geholt habe und dort dich gefunden hab. Arm, klein, hungrig und so vermilbt warst du da – und so dankbar, dass dich jemand mitgenommen hat. Du bis in unsere Wohnung spaziert, hast Couch und Herrli in Beschlag genommen und gleich in der ersten Nacht auf mir drauf geschlafen und so viel geschnurrt.

Von Anfang an war uns beiden klar, du bist was ganz besonderes. Keine andere hat so einen schönen „Kajal“ und erst „diese Nase“. Eine echte kleine Prinzessin. Wenn du mit überschlagenen Vorderbeinen liegst und die Wohnung begutachtest, fühlt man sich immer, als würde eine Königin Audienz halten. Deine elegante Art hat viel Gutes. Du hast noch nie daneben gemacht (wenn di mal übel ist erledigst du das auch im Kisti) und meldest immer gleich, wenns da für uns was zu Putzen gibt. Leider bist du dir auch zu elegant um zu fressen, wie jede andere Katze, sondern benutzt deine Pfote dazu (die du danach schüttelst) – aber du hast recht, mit dem abwaschbaren Wand-Tattoo schaut die Küche gleich viel besser aus.

Eine wirklich große Kuschlerin bist du ja eigentlich nicht, außer du willst grad kuscheln uns hast dir von selbst Person und Ort ausgesucht. Dann darf sich der Bekuschelte aber bloß nicht mehr auch nur einen Millimeter bewegen, sonst springst du entsetzt auf und musst wieder gehen. Wenn du in großzügiger Stimmung bist, versuchst du deine Schmuse-Attacke dann noch ein weiteres mal. Natürlich lern man so auch deine Liebe zu schätzen! Leider tut die manchmal auch sehr weh, weil du drauf bestehst, dich beim Kuscheln fest zu halten. Ganz feste. Mit allen Krallen. Und manchmal muss vor lauter Liebe auch gebissen werden. Aber, wie gesagt, das ist nur Zeichen deiner ganz besonderen Zuneigung…

Es gibt so viele, viele Besonderheiten an dir, das sich nie alle aufzählen kann. Was du aber auf jeden Fall hast, ist deine eigene Idee davon, wie die Welt zu sein hat und was wann zu passieren hat. Man mag es Neurose nennen, aber an dir verzeihen wir das gerne.
Da gibt es das Geschnatter, jedes Mal, wenn die Besteck-Lade geöffnet wird; dann den nächtlichen Kontroll-Gang durch die Wohnung, früher begleitet von deinem Lieblings-Mausi und stets mit lautem Gegurre; dann dein grantiges Schimpfen, wenn du vom Kratzbaum gehoben werden magst, weil die Kleine grad den Abstieg blockiert; dass du darauf bestehst nachdem wir geduscht oder gebadet haben, am Badewannenrand am behandtuchten Schoß zu kuscheln; dass du beim Baden immer am Wannenrand sitzen musst und von dort deine Küsse verteilst; und natürlich, wenn du unbedingt ein Bussi magst und dann auch so lieb eins hergibst.

Wir hatten bisher fast nur gute Zeiten mit dir. Ich entschuldige mich immer wieder für den ersten, blöden Tierarzt, der dir das Pflaster von der Kastra-Narbe einfach so abgerissen hat, sodass du bis heute am Bauch nicht angegriffen werden magst. Für das Kleintier, dass wir dir vor die Nase gesetzt haben, entschuldige ich mich aber nicht. Im Geheimen magst du das Nerve-Tier ja eh ganz gern… Ein bisschen Sorgen macht uns alle paar Monate mal wieder deine Geschnaufe, aber du bist brav, wenn du dein Respikur nehmen sollst und wir hoffen, dass das das einzige bleibt, was uns Grund zur Sorge gibt.

Zum Abschluss für heute viele virtuelle Nasenbussi!
 
#2
Natürlich lern man so auch deine Liebe zu schätzen! Leider tut die manchmal auch sehr weh, weil du drauf bestehst, dich beim Kuscheln fest zu halten. Ganz feste. Mit allen Krallen. Und manchmal muss vor lauter Liebe auch gebissen werden. Aber, wie gesagt, das ist nur Zeichen deiner ganz besonderen Zuneigung…
Liebe MUSS weh tun, der Meinung war auch schon meine Micky! ;-)
 
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