Liebster Katzenfreund

#1
Liebe Katzenfreunde

Ich suche den LIEBSTEN Katzenfreund der Welt.

Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, dass mein 10 jähriger Kater, Samy, seine letzten Jahre bei einem lieben Menschen, der sich besser um ihn kümmern kann, verbringen darf.

Ich hoffe, ich finde auf diesen Weg solch einen wahren Tier- ja KatzenLIEBhaber.

Alexandra
 
#3
Ich fürchte, Du wirst in diesem Forum nicht sehr viel Glück haben, da wir hier schon alle sehr viele Katzen haben.

Du kannst es in diversen Facebookgruppen versuchen, wobei ich aber darauf hinweisen möchte, dass es Privatpersonen lt. Tierschutzgesetz verboten ist, Tiere anzubieten (erlaubt nur Tierschutzvereinen und eingetragenen Züchtern). Viel Glück!
 
#5
Falls Du keinen privaten Platz für Samy findest, dann ziehe evnetuell auch in Erwägung einen Platz über einen Verein zu organisieren (z.B. Schabenreith, o.ä.). Denke halt, dass es derzeit (Ferien) nicht leicht ist einen Platz zu finden - noch dazu für ein krankes Tier. Würde Dir gerne helfen, haben aber derzeit selbst etliche chronisch kranke Katzen und sehe mich außer Stande. Würde auch noch einen Aushang in diversen Tierarzt-Praxen machen. Es gibt z.B. im Tierheim in St. Pölten auch noch eine Link für Privatvermittlungen. Würde ich auch nützen.
Alles Gute euch beiden!
 
#6
Scheinbar macht es den Eindruck, dass ich Samy loswerden will, weil er krank ist und mir die Tierarzt Kosten über den Kopf wachsen. Fakt ist, dass es mir gesundheitlich so schlecht geht, dass ich einfach der Meinung war, Samy die Fürsorge, die er verdient hat nicht mehr geben zu können. Ich dachte mir, einen lieben Menschen kennen zu lernen, der uns öfter besuchen kommt und Samy ihn lieben lernt. Das hätte über Monate sein können. Ich glaube inzwischen, dass das eine Illusion, vielleicht mehr als ein 6er im Lotto ist. Nun, wir werden uns arrangieren, das Beste aus dem Rest unseres Lebens machen. Ich danke euch auf jeden Fall für die lieben Tipps und das Interesse.

Lg Alexandra
 
#7
Hallo Alexandra!
Ich glaube nicht, dass Mayday gemeint hat, du willst deinen Kater aufgrund seiner Krankheiten loswerden.

Trotzdem finde ich es gut, Interessenten auch schon im Posting/Aushang über die gesundheitlichen Probleme von Sammy zu informieren. Sonst meldet sich noch jemand, der dann gleich wieder absagt, weil ihm die Sache zu heikel ist. :(

Die Vermittlung von Sammy könnte wirklich schwierig werden, wenn man bedenkt wie viele jüngere und gesunde Katze, auf Plätze warten.

Ich kann deine Verzweiflung gut verstehen. Ein krankes Haustier ist eine große finanzielle und psychische Belastung. Wenn man deine anderen Postings liest, merkt man aber sofort, dass du alles für Sammy tun würdest. Du würdest ihn bestimmt nur abgeben, wenn du sicher bist, dass es das Beste für ihn ist.

Deine Sorgen offen zu teilen und Überlegungen in verschiedene Richtungen anzustellen, ist nichts weshalb du dich schämen musst. :)

Vielleicht kannst du ihn ja im Bekanntenkreis unterbringen, damit ihr in Kontakt bleiben könnt. Oder jemanden finden, der ihn im Notfall, über längere Zeit betreuen kann. Ich würde auch Meschen in Erwägung ziehen, die gerne umgang mit einem Tier hätten, aber keines haben können. So jemand kann Sammy ja öfftes Besuchen kommen und dir ein bisschen Arbeit abnehmen.

Bei uns schaut auch mal, die ältere Nachbarin, für einen Tag nach den Tieren. Sie will sich aufgrund ihres Alters keine Katze mehr nehmen. So können wir uns manchmal eine kleine Auszeit gönnen. ;)

Viel Kraft und LG Nina
 
#8
Liebe Nina,

Ich danke dir, für deine echt total tolle Antwort. Ich fühlte mich in allen Bereichen sowas von verstanden.
Ich muss sagen, ich leide sehr, wenn ich darüber nachdenke, wie es vor ein paar Monaten mit Samy war.
Er lag bei mir auf der Couch, zwar immer Rücken an Rücken, aber wir spürten uns...jetzt liege ich auf der Couch und er hinter der Bank.
Er war am Abend immer bei mir im Bett, wir kuschelten, er räumte immer das Nachtkästchen ab, er freute sich jeden Abend auf das Laiserspielen.
Er schnurrte mich in den Schlaf, lag in der Nacht bei meinem Kopf, Füßen oder im Wäschekorb. Wo er jetzt die Nacht verbringt, weiß ich nicht.
Er liebte das Bürsten, freute sich, wenn der Wäscheständer da stand und saß darunter. Sah mir zu, wenn ich die Wäsche abnahm und machte mich wahnsinnig, wenn er sie vom Bett schmiss.
Das alles, im groben, ist vorbei.
Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen. Nach dem Tod seiner Freundin wieder eine Partnerin nehmen.
Die Tierärztin sagt immer nur:"mal schauen, was wir ihm noch gutes tun können". Tabletten da, Salben dort...was weiß ich. Ich glaube, er will nicht mehr kommen, weil dann immer was "Negatives" passiert. Das Herz, ja, das is ok, da muss man machen. Die angebliche Allergie (?), ...
Ich habe ihr vor 2 Tagen gesagt, wir machen gar nix mehr. Für einen neuen Tierarzt...ich weiß nicht, wahrscheinlich ja, aber jetzt ist erst mal Schluss mit der Therapiererei. Nicht wegem dem Geld, nein, das würd ich schon irgendwie machen.
Gestern hat er mich bis aufs Blut genervt, wie ein Baby. Ich habe alles gemacht, gestreichelt, betan, geredet,...am liebsten hätte ich ihn weggesperrt...SCHLIMM. Und dann kommen die Gedanken, dass er es wo anders besser hätte.

Aber er bleibt bei mir...wir gehören zusammen!!

Heute war der erste Tag, wo er absolut nicht Bürsten wollte. Und auf das hat er immer den ganzen Vormittag gewartet.

Viele Liebe Grüße
Alexandra
 
#9
Hallo Alexandra!
Vielen Dank für die liebe Antwort.

Habe schweren Herzens deinen Bericht gelesen. Es muss schrecklich sein, zu sehen wie sich dein Kater, immer mehr distanziert. :(

Die Angst, dass einen die eigene Katze hassen könnte, weil man sie immer mit Medizin und Arztbesuch ,,quält" kenne ich nur zu gut. Es könnte aber auch einfach daran liegen, dass es ihm nicht gut geht und er sich nicht wohlfühlt.

Vor einiger Zeit hatte ich ähnliche Gedanken. Auch wenn meine Situation ein bisschen anders ist.

Ich bin totaler Katzen-Neuling und wollte nur eine ,,normale" Zweitkatze bei mir aufnehmen. Leider stellte sich mein neuer Kater als sehr krank heraus. Er hatte blutigen durchfall, erbrach und uriniert auf meine Möbel.

Wir waren alle paar Tage beim TA. Zu Beginn konnten wir nur die Symptome behandeln und wussten nicht so recht, mit was wir es zu tun haben. Insgesamt hat es drei Monate gedauert, bis wir eine Diagnose hatten.

Kurzzeitig wurde eine psychische Ursache vermutet. Ich habe mich natürlich gefragt: ,,Was habe ich falsch gemacht?" ,,Gefällt es ihm bei mir nicht?" ,,Ginge es ihm wo anders besser?" Ich war frustriert und genervt.

Das schlimmste war, dass ich mir vorkam, als wäre ich mit diesen Gedanken komplett alleine auf der Welt. Die Einen halten dich schon für irre, weil du so eine Katze behalten will. Von den Andern hagelt es Vorwürfe nach dem Motto: ,,Wenn du so denkst, ist es besser du gibt die Katze gleich weg!" Ich hatte das Gefühl, ich wäre ein schlechter Mensch, sobald ich mich nur negativ über meinen Kater geäußert habe. Dabei sieht aber Keiner, was man schon alles auf sich genommen hat. :confused:

Ich bin überzeugte Tierschützerin und hatte früher eine ähnlich ,,radikale" Meinung. Meine eigenen Erlebnisse, haben mich aber zum Umdenken bewegt. Nicht jeder der sein Tier abgibt ist ein schlechter Halter oder liebt es nicht genug.

Aber er bleibt bei mir...wir gehören zusammen!!
Diese Entscheidung freut mich deswegen umsomehr! :)

Auch wenn eine andere Person vielleicht mehr Zeit oder finanzielle Mittel hat. Ich bin davon überzeugt, dass eine emotionale Verbindung genau so wichtig, für das Wohlbefinden von Sammy ist. Nach dem Tod von seiner Gefährtin, bist du seine einzige Freundin und Famile. Ich bin mir sicher, er weiß das. Auch wenn er es im Momemt nicht so zeigen kann.

Irgenwann wollte ich, meinem Kater auch keine weiteren Untersuchen mehr antun. Zum Glück wurde ich in diesem Forum, vom Gegenteil überzeugt.

Ich würde Sammy nun etwas Ruhe gönnen und mich nach einem anderen TA umsehen. Vielleicht kannst du mal bei einer Informationsstelle wie dem Tierschutzverien oder der VetMed anrufen und fragen welche Behandlungen in deinem Fall empfohlen werden würden.

Machen TAs sind auch breit, einen zuerst ohne Katze über Behandlungsansätze und Kosten aufzuklären. Damit würdest du dir etwas Geld sparen und Sammy müsste nur mit, wenn ihr wirklich beschließt mit einer Behandlung zu beginnen.

Ich habe mir angewöhnt über meinen Sorgen-Kater Loki, ein Tagebuch zu führen. Darin stehen alle TA Besuche, was gemacht wurde. Auch die Medikamenten und Futtermittel und wie er sie vertragen hat. Es ist so für mich leichter, einen Überblick zu bewahren und ein anderer TA kann sich daran orientieren, ohne wieder ,,neu Anfangen" zu müssen.

Alles Liebe Nina.
 
#10
Hallo Nina

Wir haben eine harte Zeit hinter uns und scheinbar eine Härtere vor uns.

Im November wurde Charly eingeschäfert, er war 15 Jahre bei uns und wurde von Samy umd Finni nicht sehr geliebt. Im Dezember verlor ich meinen Lebenspartner umd im Jänner wäre ich fast an einer Niereninsuffizienz verstorben. Seit Februar versuche ich wieder auf die Beine zu kommen und werde seitdem von extremen Schmerzen geplagt. Im März verstarb dann Finni. Ich müsste sooo dringend auf Rehabilitation, damit sich mein Körper etwas stabilisiert. Aber ich kann Samy nicht alleine lassen. Auch eine vorübergehende Betreuung kann ich mir für ihn nicht vorstellen.
Ich hatte in meiner alten Wohnung eine ältere Frau. Die wohnte bei mir solang ich gesundheitlich weg war. Aber es gibt beides nicht mehr. Hier hab ich einen Aushang gemacht, aber es hat sich nie jemand gemeldet.

Ein Tagebuch hab ich auch geführt, dass hat mich aber nur fertig gemacht. War die ganze Zeit nur am schauen, frisst er, trinkt er, wie ist die Atmung, wieviel kratzt er sich, ist es heiß, gibt es Pollen,...nein, ich hab damit aufgehört.
Ich habe das Wichtigste notiert. Ich habe Arztrechnungen und Befunde.

Wie du geschrieben hast...ich gönne ihm jetzt etwas Ruhe.
Bürsten ist zwar wichtig (langhaar), aber es passt jetzt halt nicht.
Mit dem Futter warte ich noch, aber nicht mehr lange.

Ich danke dir für deine lieben Worte.

Alexandra
 
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