Wie wirkt Homöopathie bei Tieren? Habt ihr Erfahrungen?

purrito

Energiebündel
#1
Hallo! Ich habe mal eine Frage an alle Katzenbesitzer: habt ihr denn bei euren Lieblingen, egal was sie denn schon mal hatten auch Homöopathie anwenden lassen? Was genau sind denn da überhaupt Anwendgebiete, kann man das immer zusätzlich zu tierärztlichen Behandlungen machen, oder ist das nur in bestimmten Fällen eine Idee?
Der Hintergrund ist, dass unser neuester Zugang einfach aus sehr schlimmen Verhältnissen kommt, sie wurde von den Vorbesitzern einfach sehr schlecht behandelt, das zeigt sich zum einen in ihrem Verhalten - sie ist wirklich extrem verängstigt und verstört - zum anderen hat sie schon sehr lange durchfall, der immer wieder kommt und geht, aber dann dich bleibt, ich vermute dahinter ja einfach auch den ganzen Stress, den sie durchmachen musste, dass sich das eben psychisch auch umlegt in ihrer Geschichte. Ich habe bisher aber keine Erfahrungen machen können auf dem Gebiet, dachte aber das könnte zusätzlich zu den Durchfallmedis eine Option sein, wollte aber gerne mal andere erfahrungen dazu hören ...
 
S

Sidhe

Guest
#2
Da meine Lucy leider eine chronische Darmentzündung hat und auch der Arzt da nicht helfen kann hat er mir Moorerde empfohlen. Immer wenn Lucy extrem Dünnpfiff hat gebe ich ihr ein paar Tage Morgens und Abends einen Kaffeelöffel Moorerde ins Futter (gibt es bei Z+) und damit regelt es sich ganz gut. Der Stuhl wird wieder fester und stinkt auch nicht so. Natürlich wirkt es nicht bei jeder Katze aber dem Lucky hat es auch geholfen und so meine ich, ein Versuch ist es Wert. Schaden tut es auf jedenfall nicht.

LG Sidhe
 

Neroo

Katzenjunges
#3
Hallo purrito!
Einer meiner Liebling wurde schon einmal homöopathisch behandelt. Vielleicht kann ich dir ja mit meiner Erfahrung helfen :)
Also prinzipiell kann man alles damit behandeln und auch in jedem Fall, sowohl auch chronische Erkrankungen als auch akute. Natürlich sind akute etwas leichter zu behandeln, da man nicht so lange nach der Ursache suchen muss. Wenn du in Österreich zu einem Tierarzt möchtest, der auch homöopathisch behandelt, musst du extra nach einem suchen, der die passende Ausbildung dazu hat. Das kann nämlich nicht jeder Tierarzt.
Wenn du dann zu so einem gehst, wird eine genaue Anamnese gemacht, um das richtige Arzneimittel zu finden. Dabei handelt es sich aber nicht um eine totale Alternative zur klassischen Medizin. Mehr eine Art Ergänzung. Zur klassischen Medizin kann man im schlimmsten Fall immer noch zurückgreifen. Aber es kommt dabei natürlich auch immer auf die Erkrankung und die Symptome an.
Ich selbst fand, dass es bei unserem Vierbeiner eine gute Lösung war und ich würde es jeder Zeit wieder machen!
 
#5
Unsere Erfahrungen mit Homöopathie bei Katzen waren bisher nicht wirklich glückliche.

Als blutige Anfängerin mit einem schwer kranken Katzenkind geriet ich an eine Tierarzt-Vertretung, die Katzenschnupfen mit homöopathischen Globuli zu behandeln trachtete.

Natürlich hat das genau nix geholfen.

Glücklicherweise bin ich rasch genug zu einem anderen Tierarzt gegangen, der das Katzenkind retten konnte.

Auf der anderen Seite habe ich sehr oft den Eindruck gewonnen, dass viele Erkrankungen bei Katzen entweder 1. von selber besser werden, oder 2. auf gar keine Medikamente wirklich ansprechen.

In solchen Fällen können Homöopathische Experimente jedenfalls nicht schaden... :gruebel:
 

purrito

Energiebündel
#6
@Neroo Wie meinst du denn das, nicht jeder tierarzt hat da die passende Ausbildung dazu, unterscheiden sich denn da Systeme in den einzelnen Ländern, das würde mich auch mal interessieren, was denn auch dazu notwendig ist, dass man das erernt?
@Cello Oh, tut mir leid zu hören dass das nicht so geklappt hat, wie du dir denn das vorgestellt hast. Aber ja ich denke schon auch, dass es wirksam ist und man sich da einfach auch erkundigen muss und es probieren sollte.
 

Cello

Hauskatze
#7
@Cello Oh, tut mir leid zu hören dass das nicht so geklappt hat, wie du dir denn das vorgestellt hast. Aber ja ich denke schon auch, dass es wirksam ist und man sich da einfach auch erkundigen muss und es probieren sollte.
Ich hab mir nix vorgestellt, die auf Homöopathie spezialisierte Tierärtzin hatte sich was vorgestellt.

Ich wusste zuerst gar nicht, dass das Zeug, das ich für mein Kätzchen bekommen hatte, homöopathisch war. Ich habe nur sofort einen anderen Tierarzt aufgesucht, als ich gemerkt habe, es nutzt nix und dem Katzenkind geht es immer schlechter.

Später habe ich die besagte Tierärztin dann noch einmal angetroffen und sie gefragt, was sie meinem Kätzchen genau gegeben hatte, und da habe ich erfahren, dass es homöopathische Globuli und eine homöopathische Spritze waren.

Als einzige Behandlung bei akutem Katzenschnupfen ist Homöopathie meiner Meinung nach 100% verantwortungslos.

Leider war mir damals nach 2 Tagen Katzenhaltung nicht bewusst, dass man die Behandlung, die Katzen vom Tierarzt bekommen, immer genauestens hinterfragen und sich erklären lassen muss, und sich auch selber schlau machen; umso mehr wenn es sich um Tierärzte handelt, mit denen man noch keine Erfahrungen gemacht hat.

Es hätte mein Kätzchen das Leben kosten können. Sie hat ziemlich knapp überlebt.
 

Neroo

Katzenjunges
#8
@Neroo Wie meinst du denn das, nicht jeder tierarzt hat da die passende Ausbildung dazu, unterscheiden sich denn da Systeme in den einzelnen Ländern, das würde mich auch mal interessieren, was denn auch dazu notwendig ist, dass man das erernt?
Ja die Ausbildung ändert sich mit den europäischen Ländern, das hat mir die Tierarzt-Assistentin einmal erklärt. In Österreich darf man zum Beispiel nur als fertig ausgebildeter Tierarzt und Tierärztin homöopathisch behandeln. Sie haben ebenfalls eine mehrjährige Spezialausbildung zu absolvieren in Österreich, so wie es auch normale Ärzte, die homöopathisch behandeln wollen, tun müssen.

„An deren Ende steht eine Prüfung vor der Fachtierarzt-Prüfungskommission der Österreichischen Tierärztekammer. Nur so ausgebildete Tierärzte dürfen in Österreich den Titel Fachtierarzt (FTA) für Homöopathie führen.“ (Quelle: http://www.homoeopathie-verstehen.at/profession-2/)

In Deutschland ist es so, dass man davor nicht Veterinärmedizin studiert haben muss. Da kann man auch einfach so die Ausbildung machen. Und ich glaube, da ist vielleicht auch der Fehler. So kann es doch viel leichter passieren, dass man das Tier nicht genau untersuchen und ganzheitlich abschätzen kann. Denn das ist ja unter anderem das Wichtige!
 

purrito

Energiebündel
#9
Okay, das verstehe ich jetzt auch viel besse,r habe nicht gewusst, dass es da so einen massiven Unterschied auch gibt in den diversen Ländern, wie die Ausbildung denn verläuft und unter welchen Kriterien.
Hmmm, was ich jetzt auch gerne wissen würde - was genau ist denn die Basis der Behandlung, also wie läuft diese aus homöopathischer sicht ab, eventuell hast du @Neroo da ja auch eine Ahnung, was sind Kriterien oder wie läuft so eine Behandlung ab?
 

Neroo

Katzenjunges
#10
was genau ist denn die Basis der Behandlung, also wie läuft diese aus homöopathischer sicht ab, eventuell hast du @Neroo da ja auch eine Ahnung, was sind Kriterien oder wie läuft so eine Behandlung ab?
Also da müsstst du eigentlich nur bei der Homepage etwas weiterlesen, dann hättest du deine Frage auch selbst beantworten können ;)
siehe hier: http://www.homoeopathie-verstehen.at/anwendung/

Grundsätzlich wird eine Anamnese gemacht, die sehr lange dauert und Mensch und Tier (je nachdem wer Patient ist ;)) wird sehr gründlich angeschaut und geschaut. Bei chronischen oder schweren Erkankungen wird ein möglichst genauer Krankheitsbild erhoben. Und dabei natürlich auch immer nach dem Auslöser der Krankheit gesucht. Und dementsprechend wird dann die Diagnose gestellt und mit den passenden Mitteln behandelt. Natürlich wird einerseits so gut es geht das homöopathische Mittel verabreicht bzw. verschrieben. Aber diese ist auf jeden Fall immer als komplementär, also ergänzend, zu betrachten. Wenn es nicht anders geht oder anders nicht gut tut, dann wird natürlich auch ein klassisches Medikamente verschrieben.
Das kommt immer sehr auf die Erkrankung an! Deswegen ist es wichtig, dass man hier mit einem Profi zu tun hat, der weiß, wann man wie bei was reagiert.
 

purrito

Energiebündel
#11
Ach danke dir @Neroo !!! Ja das habe ich übersehen, aber ich schaue mir das jetzt alles nochmals genauer an und lese mich da vertiefend ein, ein Sonntag bietet da ja immer die perfekte Gewlegenehit, da war bisher einfach zu wenig Zeit. Und ich gebe dir auch Recht, dass der Profi es ausmacht, das ist klar und deshalb wäre es mir ja wichtig, dass jemand beides GUT abdecken kann und es sich alles ergänzt, ich denke dann kann man viel bewegen.
Danken allen für eure Infos!
 
#12
Ich glaube ja schon, dass es auch in der Tiermedizin so einiges an natürlichen Mitteln gibt die man sich anschauen kann.
Mein Kater kränkelt schon eine Weile und keine Mittel haben dem so richtig helfen können. Aus dem Grund sind wir in die alternative Medizin gegangen und haben da Mal nach einem passenden Mittel gesucht.
Oftmals haben wir was zum CBD Öl oder CBD in anderen Formen gelesen.

Dabei haben wir uns für das Cannabisöl am Ende entschlossen.
Hier mal welche Wirkung es hat:


  • Angstzuständen (z.B. wenn der Hund Angst hat zu Hause allein zu bleiben)
  • Infektionen
  • Schmerzen
  • Wundheilung
  • Fettknötchen (zum überwinden)
  • altersbedingten Symptomen (zur Verringerung)
  • Verdauungsstörungen und Erbrechen
  • epileptischen Anfällen
  • psychischen Störungen
  • Krebs usw.
Kann man also sehen, dass es auch ein kleines Wundermittel für das Tier als auch Mensch ist. Mein Kater hat dadurch echt weniger Schmerzen bekommen.
 
#14
Hmm... ich sehe Homöopathie (bzw. auch Bachblüten, div. andere Richtungen aus der ganzheitlichen Medizin) als Unterstützung zur eigentlichen (schulmedizinischen) Therapie an. Insofern habe ich auch gute Erfahrungen damit gemacht.
Mein Kater war mehrere Jahre lang nierenkrank und es ging ihm aber (bis auf die letzten Tage) mit Unterstützung von Herzmedikamenten (schulmedizinisch) und einem homöopathischen Mittel sehr gut. Die Werte waren aus medizinischer Sicht katastrophal, aber er war verschmußt, hat mit den anderen beiden gespielt und hat sich altersbedingt normal verhalten.

Insofern: Ja, ich glaube schon, dass Homöopathie einen positiven - also unterstützenden - Impact hat. Ich würde allerdings nicht ausschließlich nur homöopathisch behandeln, sondern immer auch einen Tierarzt hinzuziehen oder mich mit diesem absprechen. Wobei es da auch immer drauf ankommt, was es denn ist: Mehrmaliges Niesen einer sich sonst normal verhaltenden Katze über 2-3 Tage ist etwas anderes als ein total verschnupftes und dehydriertes Tier, dass kurz vorm Kreislaufkollaps steht. Ersteres kann ich unterstützend mit einem homöopathischen Mittel behandeln und beobachten, zweiteres gehört m.E. sofort zu einem Tierarzt gebracht.

Im Zweifelsfall gehe ich lieber einmal zu viel als zu wenig zum (Tier-) Arzt. Es gibt inzwischen aber immer mehr, die sich auf ganzheitliche Heilmethoden einlassen und auch mit diesen behandeln.
 
#15
Hi, mit Homöopathie hatten wir noch keine Erfahrung, was würdet ihr den bei Schmerzen empfehlen? Wir haben unsere Schmerzen mit Magnetfeldtherapie behandelt und meinem Kater geht es auch wirklich etwas besser. Ich habe sogar bei Vital Center Kroker eine Magnetfeldtherapie Gerät gemietet, um ihn so lange behandeln zu können wie nötig. Ich schaue wenn es um meine Katze geht, starke Medikamente zu vermeiden, denn Antibiotika und starke Schmerzmittel nehme auch ich selbst nur im Notfall.
Liebe Grüße
 
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